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ISBN/EAN: 978-3-446-27419-8
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
288 S., 4 s/w Illustr., 4 Illustr.
Format (T/L/B):
2.5 x 21 x 13.5 cm

Hersteller:
Carl Hanser Verlag GmbH & Co.KG
info@hanser.de
Vilshofener Straße 10
DE 81679 München


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Unser Tipp für Sie

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 13..01.2023

Ruhrbesetzung, Hyperinflation, Hitler-Putsch – im Jahr 1923 musste die Weimarer Republik viele Krisen überstehen. Mehrere Bücher unterschiedlicher Machart beleuchten das spannungsgeladene Jahr und setzen Bezüge zur Gegenwart. 

„Kein Volk der Welt hat erlebt, was dem deutschen ‚1923‘-Erlebnis entspricht“, erinnerte sich 1939 der Journalist Sebastian Haffner im englischen Exil. Und der Schriftsteller Stefan Zweig schrieb etwa zur gleichen Zeit in seiner Autobiographie „Die Welt von gestern“, dass er eigentlich geglaubt habe, Geschichte gründlich zu kennen, doch seines Wissens habe sie Zitat: „nie eine ähnliche Tollhauszeit in solchen riesigen Proportionen produziert.“ Von dieser „Tollhauszeit“ des Jahres 1923 erzählen gleich mehrere Bücher, die in diesen Wochen erschienen sind.

„Es war ein Jahr, in dem die Geldentwertung schwindelerregende Ausmaße annahm, in dem faktisch ein Ausnahmezustand in Permanenz herrschte, das politische System dem Kollaps nahe war, rechte und linke Extremisten zum Sturm auf die Republik ansetzten und separatistische Bewegungen den Bestand des Reiches bedrohten.

„Der Untergang der Weimarer Republik war keineswegs zwangsläufig. Sie hatte 1923 eine erstaunliche Überlebensfähigkeit bewiesen“, schreibt Volker Ullrich in seinen Schlussbetrachtungen. Aber eben doch keine langfristige Stabilität. Es ist nicht einfach, das Jahr 1923 in all seinen Aspekten zu fassen – und zu verorten, das machen alle drei Autorinnen und Autoren klar. Gerade deswegen lohnt die Lektüre – am besten nebeneinander.

https://www.deutschlandfunk.de/die-zerreissprobe-der-weimarer-republik-100.html

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Beschreibung

Regierungskrise, Ruhrkampf, Hitlerputsch: Der Überlebenskampf der Weimarer Republik 1923 zeigt die Verwundbarkeit von Demokratien. 1923 war für Deutschland ein Jahr der Krisen. Innere Kämpfe belasteten die Besiegten. Frankreich besetzte das Ruhrgebiet, um seine Ansprüche durchzusetzen. Die Kosten für den passiven Widerstand verursachten eine Hyperinflation. Die Große Koalition zerbrach, und die nationale Rechte versuchte in Bayern den Umsturz. Doch der Hitlerputsch misslang. Mit Mühe und Glück konnte Reichspräsident Friedrich Ebert die Republik vorläufig retten - doch zu wenige Menschen wollten ihr noch vertrauen. 1923 wurde symptomatisch für die Instabilität der neuen Demokratie. Peter Reichel erkennt in diesen Ereignissen die Unfähigkeit der Parteien, Konflikte durch Kompromisse und Verhandlungen zu lösen. Anschaulich zeigt er: Der Umgang mit den Krisen von 1923 deutet bereits auf das Ende von 1933 hin.

Über Peter Reichel

Peter Reichel, geboren 1942, lehrte bis 2007 als Professor für Historische Grundlagen der Politik an der Universität Hamburg. Bei Hanser sind erschienen: Der schöne Schein des Dritten Reiches. Faszination und Gewalt des Faschismus (1991);  Politik mit der Erinnerung. Gedächtnisorte im Streit um die nationalsozialistische Vergangenheit (1995); Erfundene Erinnerung. Weltkrieg und Judenmord in Film und Theater (2004) und Rettung der Republik? Deutschland im Krisenjahr 1923 (2022)