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ISBN/EAN: 978-3-406-80580-6
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
422 S.
Format (T/L/B):
3.1 x 22.2 x 15 cm

Hersteller:
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
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Wilhelmstraße 9
DE 80801 München


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Unser Tipp für Sie

Buchempfehlung von SWR2 vom 27.10.2023

Die Kehrseite von Wohlstand und Überfluss ist das, was übrigbleibt, der Abfall. Er gehört zum menschlichen Leben, nicht erst seit Beginn des Massenkonsums, sondern seit je. Davon handelt Roman Kösters Monografie „Müll. Eine schmutzige Geschichte der Menschheit“.

Die Wege der Menschen sind von Abfall gesäumt. Vor Urzeiten waren das abgenagte Knochen, Verdauungsprodukte, ein bisschen Asche, nichts von größerer Bedeutung. Später ging es vor allem darum, mit den Abfällen fertig zu werden, die das Leben in den Städten erzeugte.

Seit den 1950er Jahren jedoch ist im Hinblick auf die Vermehrung des Abfalls eine „welthistorische Epochengrenze“ überschritten worden, und der Müll hat sich von einer „Frage städtischer Sauberkeit in ein globales Umweltproblem“ verwandelt. Diese Entwicklung beschreibt Roman Köster in seiner großen Monografie „Müll. Eine schmutzige Geschichte der Menschheit.“

Ganz neue Herausforderungen entstanden mit dem Massenkonsum, der in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg in Schwung kam. So bewirkte die Ausbreitung der Supermärkte eine eklatante Steigerung des Müllaufkommens.

Der Verschmutzung der Weltmeere mit Plastikmüll widmet der Autor ein eigenes, das letzte Kapitel, in dem er den Beginn dieses Elends datiert. Es sei der berühmte Forschungsreisende Thor Heyerdahl gewesen, der 1969 bei einer Kajakfahrt im Pazifik erstmals größere Mengen von schwimmendem Plastik beobachtet hat.

https://www.swr.de/swr2/literatur/roman-koester-muell-eine-schmutzige-geschichte-der-menschheit-swr2-lesenswert-kritik-2023-10-30-100.html

Beschreibung

NOMINIERT FÜR DEN DEUTSCHEN SACHBUCHPREIS 2024 Mensch und Müll ? das ist eine lange und innige Beziehung. Bereits die Neandertaler haben Dinge für nutzlos befunden, aussortiert und weggeworfen. Das alte Rom kämpfte ebenso mit Müllproblemen wie die Metropolen des 19. Jahrhunderts. Doch alles verblasst hinter den Abfallbergen der Gegenwart. Anhand der Produktion von und dem Umgang mit Müll schreibt Roman Köster eine erhellende Geschichte unserer Spezies und zeigt, wie sich das Leben mit dem Abfall von der Sesshaftwerdung bis heute verändert. Sein Buch bietet die erste durchgehend schmutzige Geschichte der Menschheit, denn weggeworfen wird immer. In der Vormoderne waren Abfälle vor allem ein praktisches Problem. Sie lagen herum, rochen schlecht und behinderten den Verkehr. Im Zuge des starken und weltweiten Städtewachstums seit dem späten 18. Jahrhundert stieg die Aufmerksamkeit für durch Abfälle erzeugte hygienische Probleme, die die Ausbreitung von Typhus oder Cholera begünstigten. Heute hingegen ist der Müll von einer Frage städtischer Sauberkeit zu einem globalen Umweltproblem geworden. In seiner Globalgeschichte des Mülls von der Frühgeschichte bis heute geht Roman Köster den Ursachen dieser Entwicklungen nach und zeigt, wie sich das Wegwerfen, Entsorgen und Wiederverwerten im Lauf der Geschichte verändert hat. Denn der Müll und der Versuch, ihn zu beseitigen, prägten das Gesicht der Siedlungen und Städte sowie das Leben ihrer Bewohner ? von der Steinzeit bis heute. Weggeworfen wird immer Leben mit Müll ? von der Sesshaftwerdung bis heute Wie der Umgang mit Abfall das Gesicht der Siedlungen und Städte prägte ? und das Leben ihrer Bewohner Eine Geschichte des Wegwerfens, Entsorgens und Recyclens Von den Abfallproblemen alter Städte zu den Müllbergen der Gegenwart Vorgeschichte und Ursachen der aktuellen Umweltprobleme

Über Roman Köster

Roman Köster ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und hat sich über die deutsche Abfallwirtschaft nach dem Zweiten Weltkrieg habilitiert.