Arnold Stadler: Am siebten Tag flog ich zurück

Buchempfehlungen des Deutschlandfunks vom 24.3.2021

In seinem neuen Roman „Am siebten Tag flog ich zurück“ erzählt der Büchner-Preisträger Arnold Stadler von einer Reise zum Kilimandscharo. Sein Ich-Erzähler trifft dort auf seine alten Sehnsüchte und auf die deutsche Kolonialgeschichte.

Im Jahr 2016 bekommt Stadler von der Reisebeilage einer deutschen Wochenzeitung das Angebot, sich ein Ziel seiner Wahl auszusuchen, um darüber eine Reportage zu schreiben. Es wurde – natürlich – der Kilimandscharo.

In der Stube des Hauses bei Meßkirch, in dem Arnold Stadler aufgewachsen ist, hing über dem Esstisch ein Gemälde. So lesen wir gleich auf den ersten Seiten seines neuen Buchs, und so hat der Autor selbst es auch in Interviews erzählt. Das Werk des Stuttgarter Malers Fritz Lang trägt den Titel „Kibo mit Palme“, und es zeigt den schneebedeckten Kipfel des Kilimandscharo. Heute schmückt das Gemälde die Wand in Arnold Stadlers Arbeitszimmer, und es findet sich auch auf dem Umschlag von „Am siebten Tag flog ich zurück“ wieder. Dieses Gemälde war einer der ersten Fernweh-Impulse im Leben Stadlers. Die ersten 19 Jahre seines Lebens kam er nicht aus dem Dorf hinaus, also imaginierte er sich in die Ferne, um später, als er begann, ausgiebige Reisen zu unternehmen, die exakte gedankliche Gegenbewegung zum Fernweh zu vollziehen:

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Stadler, Arnold
Fischer, S. Verlag GmbH
ISBN/EAN: 9783103972504
23,00 € (inkl. MwSt.)