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ISBN/EAN: 978-3-946989-73-8
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
120 S.
Format (T/L/B):
1.7 x 20.5 x 14.6 cm

Hersteller:
elifverlag
script@elifverlag.de
Stegerstr. 35
DE 41334 Nettetal


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100 sehr kurze Gespräche

Gedichte

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Unser Tipp für Sie

Buchempfehlung von SWR2 vom 21.1.2024

Es sind lyrisch-philosophische Prosaminiaturen, in denen Engelhardt Zwiesprache hält mit ihren Lektüren. Bislang kannte man sie vor allem als Literaturkritikerin. Jetzt etabliert sie sich langsam als Autorin. Sie schreibt nuanciert und trotz aller Intimität nie aufdringlich.

Schreiben ist auch Lesen. Obwohl ein Buch in der Regel von einem einzelnen Autor stammt, entsteht es nicht im luftleeren Raum. Es schreibt sich ein in eine Tradition oder lehnt sie ab. Elke Engelhardt weiß das. Sie hat für das Lyrikportal „Fixpoetry“ regelmäßig Bücher gelesen und klug eingeordnet.

Nun hat sie mit „100 sehr kurze Gespräche“ eine Sammlung mit exakt hundert Notaten aus hundert Tagen veröffentlicht, die einer reizvollen Schreibregel folgen. Sie lautet: Ein Satz aus einem fremden Text gibt die Initialzündung für einen eigenen, der auf ihn antwortet und dafür genau 100 Wörter verwenden darf. Das erinnert an die Schreibregeln des Autorenkreises Oulipo.

Der Band klingt mal wie ein Traumtagebuch, mal wie eine Selbstvergewisserung, vielleicht sogar eine Selbstenthüllung. Der Ton ist nuanciert, nie aufdringlich in seiner Intimität. Die Regelhaftigkeit – aus hundert Sätzen werden hundert Texte – bot der Autorin, die ernst macht mit sich und dem Nachdenken über die Welt, Halt und Spielraum gleichermaßen. Es macht Spaß, lesend in diese Symphonie einzustimmen.

https://www.swr.de/swr2/literatur/elke-engelhardt-100-sehr-kurze-gespraeche-swr2-lesenswert-kritik-2024-01-23-100.html

Beschreibung

Um Großes zu erreichen, braucht es zwei Dinge: einen Plan und nicht genug Zeit, sagte Leonard Bernstein. Mit ihrem konzeptuellen Schreibkunstwerk hat sich Elke Engelhardt über Wochen unter Zugzwang gesetzt, und es ist ihr noch jedes Mal ein Zug eingefallen und eine Überraschung gelungen. Sie hat es mühelos aussehen lassen; wie viel Arbeit darin steckt, lässt sich nur ahnen. Man kann ihre Gespräche immer wieder lesen, sie weiterdenken und weiterspinnen. Sie sind eine Einladung, am Gespräch teilzunehmen, die eigene Biographie nach Echos und Resonanzen abzuhorchen, gegebenenfalls Lektürehinweisen nachzugehen, und vielleicht selbst einmal einen Hundert-Worte-Text zu schreiben und zu erfahren, wie die Kräfte von Sprache und Begrenzung gegen- und miteinander arbeiten, beinahe eine demokratische Übung, wer weiß.

Über Elke Engelhardt

Elke Engelhardt, 1966 in Verl geboren, lebt in Bielefeld. Seit 2011 Rezensionen bei Fixpoetry. Sansibar oder andere gebrochene Versprechen erschien 2020, 100 sehr kurze Gespräche ist ihr zweiter Band im ELIF VERLAG.