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ISBN/EAN: 978-3-86971-018-1
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
235 S.
Format (T/L/B):
2.3 x 21 x 13 cm

Hersteller:
Verlag Kiepenheuer & Witsch GmbH & Co. KG
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Sakari lernt, durch Wände zu gehen

Ein Kimmo-Joentaa-Roman 6

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Unser Tipp für Sie

hr-iNFO Büchercheck vom 02.11.2017. Der Titel „Sakari lernt, durch Wände zu gehen“ von Jan Costin Wagner hört sich kompliziert und nicht unbedingt nach einem Krimi an, ist aber einer. hr-iNFO Büchercheckerin Karin Trappe hat den Krimi gelesen.

Worum geht es?

Finnland, Turku, es ist heiß. Ein junger Mann steht nackt im Brunnen mitten auf dem Marktplatz, ein Messer in der Hand. Die Polizei wird gerufen, Petri Grönholm nähert sich vorsichtig dem Mann. Dieser fängt an, sich selbst mit dem Messer zu verletzen, geht plötzlich auf den Polizisten zu. Da schießt Grönholm, und der junge Mann ist tot. Grönholm ist erschüttert, er kann sich im Nachhinein nicht erklären, warum er zur Waffe gegriffen hat. Und will nun unbedingt wissen, was mit dem Mann, Sakari sein Name, los war. Grönholm bittet seinen Kollegen Kimmo Joentaa  um Hilfe. Kimmo sucht Sakaris Familie auf. Er erfährt nach und nach von einer dramatischen Verstrickung zweier benachbarter und befreundeter Familien. Sakari hatte schon in seiner Jugend psychische Probleme und ohne Absicht großes Unheil in die Nachbarsfamilie gebracht. Kimmo sieht, wie zwei Familien an diesem Unglück zerbrochen sind, und kann doch nicht verhindern, dass es weitere Tote gibt. 
 
Wie ist es geschrieben?

Aus der Perspektive vieler verschiedener Menschen wird eine ungemein traurige, am Ende aber auch versöhnliche Geschichte erzählt. Jan Costin Wagner hat eine klare, manchmal fast nüchterne Sprache, doch er schreibt ungeheuer feinfühlig und warmherzig. 
 
„Die Sonne brennt, denkt Joentaa vage, das Lied, das aus dem Fernseher dringt, scheint von Feuern zu erzählen. Die Sonne brennt, denkt Joentaa noch einmal, er weiß nicht, woher der Gedanke kommt. „Am Ende war es die Sache mit Emma, die ihn nicht mehr losgelassen hat“, sagt Sakaris Mutter. „Er konnte das nicht mehr zuordnen…“ Sie ist so beherrscht, denkt Joentaa. So traurig und so beherrscht. Weil es anders nicht zu ertragen ist.“ 
 
Wie gefällt es?

Es ist vielleicht ungewöhnlich zu sagen, aber Jan Costin Wagner schreibt einfach schön. Einige Sätze sind wie Perlen, die man sich immer wieder ansehen will. Ich habe mich in dem Buch wohlgefühlt, trotz der menschlichen Dramen, die dort beschrieben werden. Weil das Buch Wärme ausstrahlt, und diese Wärme ist besonders zu finden in den Szenen mit Kimmo und seiner Tochter, die für Kimmo und damit auch für mich das reine Glück waren, abseits all des Elends, das es trotzdem gibt. Ein Glück, das Kimmo in dem Lachen seiner Tochter findet. Ein Krimi, und doch kein Krimi. Ein Drama, eine Tragödie, eine überaus menschliche Geschichte.

Beschreibung

Die Macht des Todes - die Kraft des Lebens.Jan Costin Wagner ist der Meister des literarischen Kriminalromans - ein Buch von hypnotischer Intensität, das zugleich verstört und glücklich machtAuf dem Marktplatz der finnischen Stadt Turku steigt ein junger Mann in einen Brunnen. Er ist nackt und offenbar verwirrt. Und er hat ein Messer bei sich.Im Nachhinein kann sich niemand so recht erklären, warum einer der herbeigeeilten Polizisten ihn erschossen hat - vor allem nicht der Schütze selbst.Er versucht, mehr über den jungen Menschen zu erfahren, dem er das Leben genommen hat, und wendet sich hilfesuchend an seinen Kollegen Kimmo Joentaa. Kimmo, inzwischen selbst alleinerziehender Vater einer Tochter, sucht die Eltern des Toten auf - und stößt auf Spuren einer Katastrophe, die nicht nur das Leben des Jungen aus dem Brunnen, sondern das zweier Familien tragisch und tiefgreifend verändert hat.Kimmo Joentaa beginnt, die losen Fäden zu verknüpfen. Und er begreift, dass diese Ermittlung ihn vor allem mit der Frage konfrontiert, woran Menschen sich in unserer Welt festhalten können, wenn schlimmste Befürchtungen wahr werden.

Über Jan Costin Wagner

Jan Costin Wagner, geboren 1972, lebt als Schriftsteller und Musiker bei Frankfurt am Main. Zuletzt erschien sein Songwriter-Album violet tree. Seine Romane um den finnischen Ermittler Kimmo Joentaa wurden von der Presse gefeiert, vielfach ausgezeichnet und in 14 Sprachen übersetzt. Die mit Henry Hübchen, Bjarne Mädel und Kim Riedle prominent besetzte Film-Trilogie (Tage des letzten Schnees, Das Licht in einem dunklen Haus und Die Stille am Ende der Nacht) erreichte im ZDF mehr als 7 Millionen Zuschauer. Bei Galiani erschien zuletzt im Herbst 2025 der Roman Eden. 

Schlagzeile

Die Macht des Todes - die Kraft des Lebens