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ISBN/EAN: 978-3-525-31095-3
Einband: gebundenes Buch
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Herausgeber:
Yfaat Weiss
Auflage:
1. Auflage 2019
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
335 S.
Format (T/L/B):
2.7 x 23.9 x 16.5 cm

Hersteller:
Vandenhoeck & Ruprecht
ute.schnueckel@brill.com
Theaterstraße 13
DE 37073 Göttingen


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Fragmente aus der Endzeit

Negatives Geschichtsdenken bei Günther Anders, Schriften des Dubnow-Instituts 32

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Beschreibung

Wie lässt sich Geschichte von ihrem möglichen Ende her begreifen? Der deutsch-jüdische Schriftsteller und Philosoph Günther Anders (1902-1992) ist für seine Deutungen der atomaren Endzeit bekannt. Anna Pollmann rekonstruiert aus Anders philosophischen und literarischen Schriften sein negatives Geschichtsdenken von der Genese in den 1930er Jahren bis hin zur Rezeption seiner Endzeitdiagnosen in den neuen sozialen Bewegungen. Das Buch erzählt von der Zerrüttung des Geschichtsbewusstseins im 20. Jahrhundert. Es macht sichtbar, wie sehr sich diese auch in der Form seines Werkes spiegelt. Die Zäsuren von Auschwitz und Hiroshima werden dabei in ihrer jeweils unterschiedlichen Bedeutung für die Grenzen historischen Denkens behandelt. Die Topografie von Anders Emigration und Remigration nachzeichnend, führt die Studie an biografische Stationen wie Paris, Los Angeles, Berlin und Wien und in die ideengeschichtlichen Kontexte seines Geschichtsdenkens.

Über Anna Pollmann

Dr. Anna Pollmann ist Postdoc-Fellow der Minerva Stiftung an der Fakultät für Geschichte der Hebräischen Universität Jerusalem. Von 2010 bis 2016 war sie Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Simon-Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur in Leipzig.

Schlagzeile

Günther Anders ist vor allem als Philosoph der der atomaren Apokalypse bekannt. Das Buch rekonstruiert sein Geschichtsdenken und geht der Bedeutung nach, die Auschwitz und Hiroshima im Bewusstsein hinterlassen haben.