Details
ISBN/EAN: 978-3-03973-086-5
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Illustrator:
Lorenzo Custer
Lorenzo Custer
Auflage:
1. Auflage 2026
1. Auflage 2026
Erschienen am:
27.05.2026
27.05.2026
Sprache:
Deutsch
Deutsch
Umfang:
128 S.
128 S.
Format (T/L/B):
1.5 x 22 x 15.2 cm
1.5 x 22 x 15.2 cm
Hersteller:
Rotpunktverlag AG
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info@rotpunktverlag.ch
Hohlstraße 86A
CH 8004 Zürich
https://rotpunktverlag.ch/gpsr
Importeur:
Prolit Verlagsauslieferung GmbH
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gpsr@prolit.de
Siemensstraße 16
DE 35463 Fernwald
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Beschreibung
Knapp zweihundert Kilometer ist sie lang und verbindet das St. Galler Rheintal mit dem Tessin. Die A13 ist für viele ein Unort, nicht mehr als ein notwendiges Übel. Auch Linard Bardill und Lorenzo Custer sind jahrelang, jeder auf eigenen Wegen, über die NordSüd-Autobahn gefahren, ohne innezuhalten. Erst als der Geschichtenerzähler aus dem Domleschg und der Landschaftskalligraf aus dem Malcantone zufällig aufeinandertrafen, begannen sie, an den Rändern der A13 nach Geschichten und Geheimnissen zu suchen. Sie sind fündig geworden im Zementwerk Untervaz und im Verrucano-Steinbruch in Mels, sie haben die Spuren von Nietzsche in Splügen und die des heiligen Nepomuk in Oberrealta entdeckt, sind in Buffalora auf einen neapolitanischen Pizzaiolo und in der Raststätte Rheintal auf das Glück gestoßen. Mit ihren Erzählungen und Zeichnungen illustrieren sie, dass die A13 aus unglaublich viel mehr als nur aus Beton und Bitumen besteht.
Leseprobe
Wir setzen uns auf die Bank und schauen hinüber zum Schloss Ortenstein, zur Burgruine Giuvaulta und zum Zahnwehkirchlein, das am Rand einer hundert Meter abfallenden Felswand thront. Er sieht mich fragend an. 'Die Leute im Domleschg nennen es so. Wenn einer seine Zahnschmerzen nicht mehr aushielt, ging er hoch und betete zum heiligen Luregn. Wenn es nichts nutzte, konnte der Geplagte direkt über den Felsen springen. So hörte das Zahnweh ein für alle Mal auf.' Das ist nun mal der Humor der Leute hier, im Obstgarten Graubündens, von wo noch in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts der russische Zar mit Äpfeln beliefert wurde. 'Wie hieß der Heilige?', fragt er mich. 'Luregn. Im Tessin würden sie Lorenzo sagen.' Er schaut mich an und zeigt beim Lächeln seine Zähne, die keineswegs nach Absprung aussehen. 'Was zum Teufel hat dich geritten, ein Buch über die A13 zu machen?', frage ich ihn. 'Warumfragen sind selten zielführend', sagt er. 'Ich habe nicht warum gefragt', bleibe ich stur, 'sondern was zum Teufel.' Er schweigt. Und so schweige ich auch. Gegen Altersweisheit ist kein Kraut gewachsen.