Joseph O'Connor: In meines Vaters Haus
Buchempfehlung von SWR2 vom 15.12.2023
Ihr Kopf ist der irische Priester Hugh O' Flaherty, den es wirklich gab. Von ihm erzählt der preisgekrönte irische Autor Joseph O' Connor in seinem neuen Roman „In meines Vaters Haus". Ein gekonnt erzählter historischer Thriller.
Rom im Kriegswinter 1943/44. Nach der Kapitulation hat die deutsche Wehrmacht ganz Italien besetzt, auch die Hauptstadt. Nur eine Linie auf dem Straßenpflaster trennt sie von dem einzigen Terrain in Italien, das noch vergleichsweise sicher ist: vom Vatikan.
Die Vatikanstadt ist damit auch ein Zufluchtsort für alliierte Soldaten, die aus deutscher Kriegsgefangenschaft geflohen sind. Und für Juden, die untertauchen mussten.
Der Priester Hugh O’Flaherty und seine sieben Mitstreiter wollen sie retten. Von ihnen erzählt Joseph O’Connor in seinem neuen Roman In meines Vaters Haus. Der Kleriker und seine weltlichen Verbündeten verstecken Hunderte Menschen, sie besorgen für sie Lebensmittel, kümmern sich um ärztliche Versorgung.
Sie müssen auf der Hut sein, denn Roms Gestapo-Chef Paul Hartmann hat ihre Spur aufgenommen. Hartmann ahnt, dass da eine Verschwörergruppe aktiv ist und dass der ihm verhasste Hugh O’Flaherty die Fäden zieht.
Auch wenn man versucht sein könnte, sich über das Schicksal der realen Personen vorab anderweitig zu informieren, bleibt die Lektüre fesselnd, denn die Handlung nimmt mehrmals überraschende Wendungen. Und indem O’Connor zuletzt noch einmal die historischen Tatsachen gekonnt ausmalt, verleiht er dem Buch einen unerwarteten Schluss.
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