Julia Franck: Welten auseinander

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 13.10.2021

Ein Mädchen schlägt sich durch. Es wächst unter Menschen auf, die zwar interessant, eigenwillig und künstlerisch tätig sind, aber die sich nicht richtig um das Kind kümmern können. Julia Francks stark autobiografisch grundierter Roman erzählt von einer Nomadenkindheit und -jugend vor und nach dem Mauerfall.

Zunächst ist die Lage unübersichtlich in Julia Francks neuem Buch „Welten auseinander“. Es beginnt mit dem Rückblick auf die heiße Liebesgeschichte von zwei jungen Menschen. Julia, die Ich-Erzählerin, erinnert sich in zärtlichsten Worten an Stephan, mit dem sie im Abiturjahr die Schulbank und das Bett teilte. Dann bilden die rassistischen Kommentare eines Biologielehrers die thematische Brücke zur Judenverfolgung der Nazis.

Doch dann klärt sich das Bild zum Glück und es wird deutlich, worum es hier tatsächlich und in der Hauptsache geht: um die schwierige Jugend eines Mädchens und den komplizierten Werdegang einer jungen Frau. Mit anderen Worten: Um die ersten zwei Jahrzehnte im Leben der Schriftstellerin Julia Franck.

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Bibliographie