Ewald Arenz: Der große Sommer

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 12.4.2021

In seinem neuen Roman erzählt Bestsellerautor Ewald Arenz von der ersten großen Liebe eines Jugendlichen und vom Aufwachsen in einer süddeutschen Stadt in den 1980er-Jahren. Der Krieg und der Nationalsozialismus haben auch in seiner Familie Spuren hinterlassen.

Ein Mann läuft am frühen Morgen eines Herbsttages über den Friedhof seiner Heimatstadt. Er ist auf der Suche nach einem bestimmten Grab. Währenddessen setzt seine Erinnerung ein. Er denkt über jenen Sommer nach, der sein Leben, wie er im Nachhinein festgestellt hat, für immer verändert hat. Die Nacherzählung dieser wenigen Monate bildet den Hauptteil von Ewald Arenz‘ Roman. Der Ich-Erzähler Friedrich, genannt Frieder Büchner, ist zu diesem Zeitpunkt etwa 15 Jahre alt. Wir befinden uns im Jahr 1981. Frieder, seine ihm eng verbundene Schwester Agnes und sein bester Freund Johann pflegen einen zeittypischen Guerillero-Jargon, entrollen bei den Bundesjugendspielen provokante Plakate und trinken Bier auf der Stadtmauer. Ihre süddeutsche Heimatstadt, die in ihrer Anlage Nürnberg gleicht, liegt in Trägheit da.

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Bibliographie