Christian Kracht: Eurotrash
Buchempfehlungen des Deutschlandfunks vom 7.3.2021
Mamaland in Nazihand. Der neue Roman von Christian Kracht mag als harmlose Schweiz-Rundfahrt zwischen Zürich und Gstaad daherkommen. Zugleich aber ist er ein Höllenritt in die Abgründe deutscher und eidgenössischer Nazivergangenheit. Eine fulminante Erinnerungsarbeit und literarische Selbstanzeige.
Da ist es wieder, das krachtsche „Also“:
„Also, ich mußte wieder auf ein paar Tage nach Zürich. Meine Mutter wollte mich dringend sprechen. Sie hatte angerufen, ich solle doch bitte mal rasch kommen, es war ganz unheimlich gewesen am Telefon. Und aus Nervosität darüber hatte ich mich das gesamte verlängerte Wochenende über so unwohl gefühlt, daß ich unter starker Verstopfung litt.“
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