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Buchtipps - Büchermarkt Deutschlandfunk

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 18.01.2022 In seinem Erzählband „Mount Copenhagen“ entwirft der dänische Autor Kaspar Colling Nielsen eine Welt mit Vogelmenschen, neuen Klimazonen und einer Gesellschaft, die im Schatten des Berges bizarrste Lebensweisen ausprägt. Dabei entstehen kleine Zivilisations- und Schöpfungsgeschichten. Der fiktive Mount Copenhagen, der eigentliche Protagonist in Kaspar Colling Nielsens gleichnamigem Erzählband, erinnert an die großen Bauprojekte der Menschheitsgeschichte, an die Chinesische Mauer oder den Panama-Kanal:

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 16.01.2022 Als Kolumnist und Journalist hat Jakob Augstein sich mit seiner rhetorischen Gewandtheit einen Namen gemacht. Nun hat der Sohn des „Spiegel“-Gründers seinen Debütroman geschrieben. „Strömung“ ist, nicht nur sprachlich, ein erstaunlich unoriginelles, nah am Klischee wandelndes Buch.

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 11.01.2022 Neues vom King of Facebook. Unter dem Titel „Der klügste Mensch im Facebook“ hat der Mikrotext-Verlag vor acht Jahren eine Sammlung von Statusmeldungen des syrischen Schmieds und Bloggers Aboud Saeed herausgegeben. Seitdem lebt und postet Saeed in Berlin. Nun ist mit „Die ganze Geschichte“ die Fortsetzung des Buches erschienen.

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 05.01.2022 Der Sprachphilosoph Stephan Krass – vor seinem Ruhestand hauptberuflicher Hörfunker – folgt „Der Spur der Buchstaben“ kreuz und quer durch die Kulturgeschichte – und sein Buch ist dabei mindestens so unterhaltsam wie lehrreich.

Buchempfehlungen des Deutschlandfunks vom 1.1.2022 Das Jahr beginnt abwechslungsreich, kritisch und unterhaltsam. Es geht in den Bilderbüchern um alte und neue Freundschaften. Ein Roman thematisiert den deutschen Kolonialismus zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Ein Sachbuch handelt vom Rassismus und Antirassismus in Amerika. https://www.deutschlandfunk.de/die-besten-7-im-januar-102.html  

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 23.12.2021 Lisa Kreißlers dritter Roman erzählt von Dichotomien. Stadt und Land, Kultur und Natur, Freundschaft und Mutterschaft sind Gegensätze, die der Heldin von „Schreie & Flüstern“ zu schaffen machen. Erst im Übergang von einer in die andere Sphäre finden die Figuren endlich zu sich selbst.

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 21.12.2021 In Iwan Schmeljows großartigem Erfolgsroman wird ein Luxusrestaurant zur Bühne, die die russische Gesellschaft um 1905 in ihren krassen sozialen Gegensätzen zeigt. Erzähler und Beobachter ist ein vom Schicksal gebeutelter Kellner.

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 19.12.2021 Robert Walser bleibt rätselhaft: Seine Selbsteinweisung in eine psychiatrische Heilanstalt im Jahr 1929, sein Verstummen bis zu seinem Tod im Schnee 1956 und die handschriftlich eng beschriebenen Blätter mit den so genannten „Mikrogrammen“. Jetzt erscheinen Walsers Geschichten und Gedichte.

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 12.12.2021 Der beeindruckende Roman „Das verlorene Paradies“ von Literatur-Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah ist endlich wieder auf Deutsch erhältlich. Unterhaltsamer und aufrichtiger kann Humanismus kaum dargestellt werden. Bekanntlich ist nicht alles paradiesisch, was vorgibt, ein Paradies zu sein – was in Deutschland bislang niemanden gehindert hat, ein weiteres Schnitzel-, Bade-, oder Bastelparadies zu eröffnen, das uns ablenken will vom göttlichen Los, dass wir unser Brot essen müssen im Schweiße des eigenen Angesichts.

Buchempfehlung des Deutschlandfunks vom 9.12.2021 Auch Butterbrote werden gleich zu Beginn thematisiert – in Niklas Luhmanns nachgelassenem Theorieband „Die Grenzen der Verwaltung“. Herausgeber Johannes F. K. Schmidt erläutert im Dlf, was den Juristen Luhmann in den 1950er Jahren bei der Aufarbeitung von NS-Unrecht gefordert hat.